Archive for the ‘Allgemein’ Category

Seeadler haben’s nicht leicht

Freitag, Oktober 25th, 2019

Zwar sind Seeadler mächtige und gefürchtete Vögel, aber gerade deswegen ist deren Leben kein Zuckerschlecken.
Es sei denn, sie sitzen still und friedlich auf einem Ansitz, was sie ja auch stundenlang tun, wie hier in Linum am letzten Beobachtungsturm.

Schönes Licht. Aber irgendwann kommt der Hunger …

Auf Schritt und Tritt fliegen Aufpasser mit: Möwen, Krähen, alles …
Da kann man schon mal den Kopf hängen lassen. Vielleicht diese Ente, wär‘ das was?


Mist, zu langsam.
Neuer Anlauf, jetzt ganz brachial hinein ins Gestöber:


und mit einem dicken Fisch in den Fängen wieder hoch und davon. Lass die Bande nur zetern!

Da schiesst doch wirklich ein zweiter Seeadler von hinten heran und entreisst ein Stück des Fisches! Diebstahl!! Unfair!! Frechheit!!!

Seeadler am Gülper See

Mittwoch, Oktober 23rd, 2019

Das Havelland ist für seine zahlreichen Seen und die dort regelmässig zu beobachtenden Seeadler bekannt. Kürzlich hatte ich das Glück, dass am Ufer vor dem Beobachtungsturm am Gülper See ein Seeadler landete, sich umschaute und dann wieder aufflog.






Die zum Größenvergleich mit abgebildete Lachmöwe sieht neben dem Adler winzig aus.

Reiseberichte

Freitag, Mai 24th, 2019

Hier finden sich einige meiner Reiseberichte aufgelistet:

Flusskreuzfahrt Assam, Indien

Zentral- und Nordostindien

Madagaskar 2018

Madagaskar 2016

Island

Extremadura & Andalusien

Extremadura & Daimiel

Ober-Mooser See (Vogelsberg)

Montag, Oktober 1st, 2018

Der Ober-Mooser See gehört zu den Mooser Teichen Teiche befinden sich im hessischen Mittelgebirge Vogelsberg auf dem Gebiet der Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain.
Mooser Seenplatte

Während der untere Nieder-Mooser See als Badesee genutzt wird, und der Rothenbachteich im Wald an drei Seiten eingewachsen ist mit entlangziehendem Wanderweg am freien Ufer.
Interessant zur Vogelbeobachtung ist der obere See an der Ortschaft Ober-Moos gelegen.

Man kann gleich am nördlichen Ortsanfang direkt am See parken (1) und den Damm mit den Fischteichen zur Linken entlang gehen, oder man fährt durch den Ort und hält am anderen Dammende (2). Auf dem Weg zur Beobachtungshütte (3) kommt man am ansonsten niedrig bewachsenen Ufer an eine fast frei einsichtbare Stelle, in der Limikolen sehr nahe gesehen werden können.

Bekassine


Von der Beobachtungshütte aus hat man unmittelbar vom Ufer aus einen guten Überblick.
Silberreiher beim Fischverzehr. Silberreiher[/caption]

Mittlere Horloffaue

Montag, Oktober 1st, 2018

Das Naturschutzgebiet Mittlere Horloffaue in der Wetterau in Hessen bei Giessen umfasst mehrere aus Tagebaurestlöchern hervorgegangene Seen und Feuchtwiesen bei entsprechendem Wetter mit stehenden Wasserflächen.
Am bekanntesten ist wohl der Untere Knappensee bei Utphe, wichtiges Brut- und Rastgebiet für Wasservögel.
Utphe gehört zur Stadt Hungen.
Übersichtsplan

Anfahrt vom Nordende Utphes zum Friedhof, von dem aus man in Parkrichtung weiter gehend zum gut überschaubaren Oberen Knappensee kommt, ornithologisch (noch) wenig interessant.
Fährt man jedoch rechts weiter, links und wieder rechts (Zieleingabe im Navi: Hungen, Am Heegweg 21) gelangt man zum Unteren Knappensee.
Beobachtungshütte

Dort geht vom Parkplatz aus ein geschlungener Pfad zur einer grossen Beobachtungshütte (1). Der See ist komplett mit Niederwald und Büschen umwachsen, direkt nicht zugänglich. Auch diese Hütte liegt etwa 40 m vom Seeufer entfernt, das nicht direkt eingesehen werden kann. Die Ausrichtung ist süd-östlich, zum Photographieren nicht günstig, dadurch aber morgens nicht so kalt, wenn die Sonne scheint….
Im Gebiet gibt es noch zwei weitere Beobachtungshütten: Vom Parkplatz an der Kläranlage weiter den Viehtriebweg gehend rechts mit Überblick über die Feuchtwiesen (2), im September 2018 staubtrocken und verlassen. Dann gibt es schwer zu finden eine Hütte auf einem Hügel im NSG Burg bei Unter-Widdersheim (3).
Übersicht über das Ried
Interessant ist noch das etwa 10 km südlich bei Gettenau beginnende Bingenheimer Ried, da es über Winter bis Frühjahr rückgestaut wird, um Rast- und Brutfläche zu gewährleisten. Ein grosser Aussichtsturm direkt neben einer Eisenbahnlinie, bequem über einen Spazierweg von Bingenheim zu erreichen, lädt zur richtigen Jahreszeit zur Beobachtung ein.

Island in der Vorsaison

Samstag, Juni 10th, 2017

Wir waren Mitte bis Ende Mai 2017 in Island zur Vogel- und Naturbeobachtung.
Laut der meisten Reiseveranstalter beginnt die Reisezeit erst am 1. Juni, so dass noch nicht alles geöffnet war.
Unser Reisebericht ist hier auf Cloudbirders.com zu finden.
TripReport

Es folgt eine Übersicht der Vor- und Nachteile dieser Reisezeit.

Vorteile:
Hauptvorteil ist die noch geringe(re) Menge an Touristen. Keines der Quartiere war ausgebucht, in Þingvellir, Geysir und Dettifoss wurde allerdings bereits Einiges an Bussen geboten.
Durch Übernachtung auf Flatey gute Chance auf mindestens 1 x Flut wg Thorshühnchen.
Balzverhalten, Revierkämpfe und Brutbeginn bei vielen Arten gut zu beobachten

Nachteile:
Traktorkarrenfahrt Ingólfshöfði (75 EUR p.P.) nur 13:00 nicht auch10:00
Nördlich von Dettifoss alle Wege gesperrt nach dem Winter, erst Anfang Juni wieder passierbar
Sehr empfehlenswertes Myvatn Vogelmuseum (Detailinformationen zum Vorkommen wann und wo) nur von 12:00-17:00 geöffnet
Heimatmuseum Glaumbaer noch geschlossen
Fähre nach Flatey fährt nur 1x am Abend, daher Übernachtung auf Flatey, allerdings erst gegen Ende Mai Zimmer zu bekommen!
Noch keine Jungtiere.

Neutral:

Das Wetter ist im Sommer auch nicht besser, es kann durchaus stürmisch sein und regnen.
Temperaturen zwischen 7° und 16°.
Die Tageshelligkeit ist Mitte Mai mehr als ausreichend, ausser zum Lesen im Bett brauchten wir kein Licht.

Hinweise:
Die Torshühnchen kommen normalerweise erst Anfang Juni nach Flatey, wir hatten das grosse Glück, das erste Paar herumfliegen zu sehen!

Brutzeiten der Eiderente Mitte Mai bis Ende Juni
Eissturmvogel Anfang Mai bis Mitte August
Dreizehenmöwe Anfang Mai bis Mitte August
Papageitaucher Mitte Mai bis Mitte August
Die Taucher sollen Junge Ende Juni/Anfang Juli haben

Ausrüstung
Aufgrund der sehr langen Tage und eher dämmrigen „Nacht“ ist auch zum Photographieren eine Blitz- und Beleuchtungsausrüstung unnötig.
Stabiles Stativ + Spektiv waren hilfreich bei einigen stets uferfern sich aufhaltenden Arten, bspw. Trauerenten, Eistaucher usw.
Wenn man für alle möglichen Witterungen (von stürmisch mit Regen bis sonnig warm) vorbereitet ist, ist man gut dran. Dazu gehört neben festem Schuhwerk lange Unterwäsche, Funktionshosen für Wanderungen, Thermohosen für Beobachtungen und bei stärkerem Wind, Unterjacke, Überjacke, im Rucksack Regenhosen und Regenponcho. Kamerageeignete Handschuhe natürlich!

Uhlbach Weinberge im Mai

Montag, August 22nd, 2016

Der Stadtteil Uhlbach ist ein sehr schöner, in einem von Weinbergen umgebenen Talkessel liegender Weinort mit Kelter, Fachwerkhäusern und, natürlich!, Weinbergen.
Obst- und Weinanbau sind zusammen mit dem Tourismus relevante Wirtschaftszweige. Völlig vernachlässigt wird dabei die interessante Avifauna in den Weinbergen. Später, wenn die Trauben sich auf die Ernte vorbereiten, ist das Begehen unerwünscht oder ärger.
Jetzt aber kann man nette Beobachtungen machen, wenn man seine Träger genügend motiviert hat 😉
Mäusebussard von Rabenkrähe attackiert
Das ist keine Doppelbelichtung, sondern eine Luftkampfszene: Mäusebussard wird wiederholt von Rabenkrähe attackiert.
Mäusebussard von Rabenkrähe attackiert 1

Die diesmal gesuchte Zielart war der Bluthänfling
Bluthänfling
ein Paar noch beim Nestbau. Für uns glücklicherweise fanden wir Selbiges, so dass Beobachtungen dieser kleinen Vögel einigermassen geplant werden konnten.

Turmfalken Flugübungen

Freitag, Mai 27th, 2016

„Unser“ Mammutbaum behrbergt seit einigen Jahren einen Horst von Turmfalken.

Neulich wurden wir Zeuge, wie der Jungvogel ausflog.
Ausflug
Fliegen ging sofort gut, ein Altvogel im Wechsel hinterher. Mit den Windböen hatte der junge ziemlich zu kämpfen, schwierig war das Landen.
Landung geglückt!

Und: kaum ist der Junge ausgeflogen ….
Kopula
Und da kann nun nicht jeder mitmachen …
Bitte nicht stören!

Ensbachtal

Sonntag, Mai 1st, 2016

Zwischen Erligheim und Bönnigheim liegt das Ernsbachtal
Am Ortsausgang Erligheim kann man am Supermarkt parken und der Industriestrasse über die Felder dem Bachverlauf folgen.
Oder man hält auf dem (nicht ausgeschilderten) Wanderparkplatz und geht an den Häusern vorbei Richtung der Kleingärten und Weinberge. Läuft man weit genug, kann man zum Wildparadies Tripsdrill gelangen.
Mir gelangen hier Bilder des Wendehalses
Wendehals
Am Leichtesten zu hören , deutlich schwieriger zu entdecken. Klingt wie ein Grünspecht, aber nicht so lachend, eher keifig 😉
Er brütet im Gebiet seit einigen Jahren; einen Schwarzspecht hab ich dort auch schon dokumentieren können, ferner Mittelspecht, Turmfalken, Neuntöter oder Gartenrotschwanz. Lohnt sich.

Wernauer Baggersee

Sonntag, Mai 1st, 2016

Die Wernauer Baggerseen gelten als wichtigstes Rastgebiet für Durchzügler im mittleren Neckarraum. Also April und Oktober.
Das Gebiet ist relativ weitläufig zu Fuss, aber topfeben. Nach dem Plochinger Dreieck Richtung Wendlingen 1. Ausfahrt Wernau 1. rechts.
Parken vorm Bad Hotel Salz & Pfeffer, dann weiter den Trampelpfad (in Fahrtrichtung) zur Vereinshütte der Fischer, auf kleinem Trampelpfad, fakultativ über die Brücke am Ufer des Fischersees entlang bis zum Neckardamm.
Oder am Hotel vorbei, rechts und wieder rechts zum WSF Biergarten bzw Tennisplatz. Von dort den Damm entlang.
Die Abzäunung zeigt das DB-Testgelände an.
Einige Bänke dienen der Erholung und Beobachtung.

Openstreetmap Mappe des Gebietes