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Spitzlichter

Mittwoch, Mai 23rd, 2018

Eines der wesentlichen Argumente, wenn möglich im RAW zu photographieren, sind sogenannte Spitzlichter, überstrahlte sehr helle Bezirke, die nur noch einheitlich „weiss“ wiedergegeben werden ohne weitere Strukturierung, wenn die Menge der zur Verfügung stehenden Helligkeitswerte nicht mehr ausreicht.
Aufnahme mit überstrahlten Bereichen

Das gleiche Bild mit Spitzlichtkorrektur aus den Rohdaten:
Aufnahme mit Spitzlichtkorrektur

Ein Beispiel in einzelnen Arbeitsschritten:
unbearbeitetes Bild aus den Rohdaten
Nach einer „standardmässigen“ Entwicklung mit Farb- und Kontrastoptimierung:
standardbearbeitung
Das ganze Bild einfach deutlich dunkler:
Bild deutlich dunkler
Jetzt noch die Spitzlichtkorrektur, damit der Hintergrund wieder etwa so ist wie ursprünglich in seiner Helligkeit:
und Spitzlichtkorrektur

Zusammengefasst in „vorher“ und „nachher“:

Weisskopf-Ruderente
Weisskopf-Ruderente korrigiert

Taubenschwänzchen

Samstag, Juli 22nd, 2017

Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), sind Schmetterlinge der Familie der Schwärmer und fliegt wie ein Kolibri.

Da die Tierchen ähnlich schnell mit den Flügeln schlagen, in der Luft stehend Nektar saugen und erratisch die Blüten wechseln, ist das Photographieren nicht ganz einfach.

1/400, 500 mm, Blende F9

1/400, 500 mm, Blende F9 Man braucht Glück und Geduld.

1/1000 500 mm Blende 6.3

1/1000 500 mm Blende 6.3 Natürlich kann man mit der Verschlusszeit versuchen, sich der Flügelgeschwindigkeit anzupassen.

1/250, 500 mm, Blende F32

1/250, 500 mm, Blende F32 Es muss ja nicht alles scharf werden, dann kann man die Flügeldynamik in der Unschärfe erahnen.

1/200 500 mm Blende F32 Freeze Flash

1/200 500 mm Blende F32 Freeze Flash Der Trick dabei ist, dass nicht die Verschlusszeit angepasst wird, sondern der ultrakurze Blitz (-1.7 EV z.B. ) die Bewegung einfriert. Die Blitzzeit kann in der Grössenordung 1/10’000 oder drunter liegen.
Wenn der Blitz nicht die (praktisch) einzige Lichtquelle (daher kleine Blende) darstellt, sollte auf den „Hinteren Vorhang“ geblitzt werden, damit die Verwischungen vor und nicht hinter dem scharfen Bildanteil kommen.

Zum Abschluss noch ein Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
1/2500 340 mm Blende F8

1/2500 340 mm Blende F8

Uhu am Neckar

Freitag, April 22nd, 2016

Der Uhu ist eine der geschützten Vogelarten, so dass Beobachtungen mit genaueren Ortsangaben in den einschlägigen Datenbanken wie www.ornitho.de gar nicht erst angezeigt sind. Andererseits pflegt dieses doch ziemlich grosse Tier – s. das bekannteste Uhuweibchen auf dem Hamburg-Ohlsdorfer Friedhof – zumindest sein Nest, seinen Horst, gut zu tarnen.

In den Weinbergen am Ufer der Neckarschleifen in der Nähe von Stuttgart hatte ich das Glück, Selbiges sehen zu können.
Was heisst hier sehen? Ohne Spektiv geht natürlich gar nichts.

Aber auch mit 30 x ist das nicht gerade überzeugend.
30 fache Vergrösserung Horst mit Altvogel
Dann aber mit 50 x ?
50 fache Vergrösserung Horst mit Altvogel
Oder gar 70 x , dafür hat man ja schliesslich das „Grosse“ gekauft, oder ?
70 fache Vergrösserung Horst mit Altvogel

Ehrlicherweise hilft nur: näher ran. Meist scheitert das aber an der Topographie (Schluchten, Abhänge, usw.). Hier aber gab es eine Möglichkeit zur gewissen Annäherung, natürlich immer berücksichtigen, dass der Vogel nicht gestört werden darf!!
Deutlich näher dran, 30 x und man sieht ja was!

Weil’s so schön ist, und man schon mal mit all der Ausrüstung vor Ort ist:
Altvogel mit Küken

Schreibgeschwindigkeit D7000 SD-Karte

Samstag, Oktober 18th, 2014

Es gibt Situationen, wie z.B. den fischfangenden Fischadler, in denen man möglichst viele Bilder so schnell und so lange als möglich anfertigen möchte.Fischadler mit Beute

Die Nikon D7000 macht 6 Bilder/s im RAW-Format bei hinreichend kurzer Belichtungszeit, versteht sich. Üblicherweise ist nach 10 Bildern Schluss, dann geht erst mal eine Weile, genauer die nächsten 2,5 Sekunden, nichts, weil aus dem vollen Cache auf die Karte geschrieben werden muss.
Diese Situation wird in nachstehender Testabbildung verdeutlicht: 3. Zeile von oben mit den standardmässig eingestellten 14 Bit Farbtiefe für RAW an einer 30 MB/s schnellen SD-Karte.
Schreibtest
Greift man zu einer mit 80 MB/s schnelleren Karte (4. Zeile von oben), gewinnt man zuätzliche 2 Bilder jeweils in den nächsten 1,5 Sekunden.
Genügen einem die 4096 Abstufungen pro Farbe in 12 Bit RAW, so kann man zunächst mal 1 Bild länger schnelle Serie (CH-Modus) schiessen: 1. Zeile von oben.
An der schnelleren Karte kommt man immerhin auf 14 Bilder in 3 Sekunden!
Im Bedarfsfall wäre mit dieser Karte im JPG-Format eine Serie von 40 Bildern möglich, aber die Nachteile, nicht im Rohdatenformat zu photographieren, sind doch erheblich.
Fazit: Zumindest im Reservefach der D7000 sollte eine schnelle Karte stecken, um mehr Bilder in einer schnellen Serie zur Verfügung zu haben.