Archive for the ‘Beobachtungen’ Category

Seeadler haben’s nicht leicht

Freitag, Oktober 25th, 2019

Zwar sind Seeadler mächtige und gefürchtete Vögel, aber gerade deswegen ist deren Leben kein Zuckerschlecken.
Es sei denn, sie sitzen still und friedlich auf einem Ansitz, was sie ja auch stundenlang tun, wie hier in Linum am letzten Beobachtungsturm.

Schönes Licht. Aber irgendwann kommt der Hunger …

Auf Schritt und Tritt fliegen Aufpasser mit: Möwen, Krähen, alles …
Da kann man schon mal den Kopf hängen lassen. Vielleicht diese Ente, wär‘ das was?


Mist, zu langsam.
Neuer Anlauf, jetzt ganz brachial hinein ins Gestöber:


und mit einem dicken Fisch in den Fängen wieder hoch und davon. Lass die Bande nur zetern!

Da schiesst doch wirklich ein zweiter Seeadler von hinten heran und entreisst ein Stück des Fisches! Diebstahl!! Unfair!! Frechheit!!!

Seeadler am Gülper See

Mittwoch, Oktober 23rd, 2019

Das Havelland ist für seine zahlreichen Seen und die dort regelmässig zu beobachtenden Seeadler bekannt. Kürzlich hatte ich das Glück, dass am Ufer vor dem Beobachtungsturm am Gülper See ein Seeadler landete, sich umschaute und dann wieder aufflog.






Die zum Größenvergleich mit abgebildete Lachmöwe sieht neben dem Adler winzig aus.

Wie gewonnen so zerronnen

Mittwoch, Juni 20th, 2018

Der Schwarzmilan ist ein relativ häufiger, in der alten Welt weit verbreiteter Greifvogel. Sein Erfolg beruht auch darauf, dass er bei seiner Beute nicht wählerisch ist. So greift er auch oberflächlich schwimmende oder tot treibende Fische, alles halt, was er greifen und tragen kann.
Schwarzmilan mit Fisch als Beute
Und dann heim ins Nest oder an einen Kröpfplatz!
Fischtransport

Aber, ach!, das Glück ist nicht von Dauer, den Krallen entgleitet der Fang
der Verlust

Da hilft nur abbremsen, rasches Nachsetzen
das Nachsetzen

Ob er die Beute wohl wieder ergattert hat?
Darauf ist aus Datenschutzgründen leider keine Antwort möglich.

Kampf am Meisenknödel

Donnerstag, März 1st, 2018

Die Winterfütterung ist – gerade bei Eis und Schnee – lockt etliche Vogelarten in den Garten, so dass nette Beobachtungen möglich werden. Kohlmeisen fressen immer allein am Meisenknödel, die etwas kleineren Blaumeisen meist auch. Kommt ein Vogel geflogen und sieht, dass der Knödel besetzt ist, dreht er ab oder wartet, mitunter stehen mehrere Vögel Schlange. Oft fliegt der Fressende auch auf und weg, wenn sich ein anderer, eine potentielle Bedrohung, nähert. Beim Kleiber an der Futterstelle warten alle respektvoll. Aggressives Verscheuchen ist nicht so häufig zu beobachten.
Man sollte denken, dass ein Trupp Schwanzmeisen, die gerne auch zu mehreren an einem Knödel hängen, einschüchternd wirkt. Eine Blaumeise, die offensichtlich ihr „heimisches“ Revier verteidigen wollte, vertrieb jedoch gezielt die „Eindringlinge“

blaumeise_schwanzmeise_duell_dsc2120-kl
Erste Attacke geflogen

blaumeise_vertreibt_schwanzmeisen_dsc2183_kl
Diesmal von links
blaumeise_vertreibt_schwanzmeisen_dsc2184_kl
und gleich nachsetzen
blaumeise_schwanzmeise_duell_dsc2122-kl
Doch wer Hunger hat, gibt nicht einfach auf
blaumeise_schwanzmeise_duell_dsc2123-kl
Da hilft nur rohe Gewalt, mit dem Kopf voran!

Zum Schluss freut sich, wenn zwei sich streiten, der lachende Dritte!
haubenmeise_dsc2214-kl