Posts Tagged ‘Vögel’

Uhlbach Weinberge im Mai

Montag, August 22nd, 2016

Der Stadtteil Uhlbach ist ein sehr schöner, in einem von Weinbergen umgebenen Talkessel liegender Weinort mit Kelter, Fachwerkhäusern und, natürlich!, Weinbergen.
Obst- und Weinanbau sind zusammen mit dem Tourismus relevante Wirtschaftszweige. Völlig vernachlässigt wird dabei die interessante Avifauna in den Weinbergen. Später, wenn die Trauben sich auf die Ernte vorbereiten, ist das Begehen unerwünscht oder ärger.
Jetzt aber kann man nette Beobachtungen machen, wenn man seine Träger genügend motiviert hat 😉
Mäusebussard von Rabenkrähe attackiert
Das ist keine Doppelbelichtung, sondern eine Luftkampfszene: Mäusebussard wird wiederholt von Rabenkrähe attackiert.
Mäusebussard von Rabenkrähe attackiert 1

Die diesmal gesuchte Zielart war der Bluthänfling
Bluthänfling
ein Paar noch beim Nestbau. Für uns glücklicherweise fanden wir Selbiges, so dass Beobachtungen dieser kleinen Vögel einigermassen geplant werden konnten.

Turmfalken Flugübungen

Freitag, Mai 27th, 2016

„Unser“ Mammutbaum behrbergt seit einigen Jahren einen Horst von Turmfalken.

Neulich wurden wir Zeuge, wie der Jungvogel ausflog.
Ausflug
Fliegen ging sofort gut, ein Altvogel im Wechsel hinterher. Mit den Windböen hatte der junge ziemlich zu kämpfen, schwierig war das Landen.
Landung geglückt!

Und: kaum ist der Junge ausgeflogen ….
Kopula
Und da kann nun nicht jeder mitmachen …
Bitte nicht stören!

La Grande Brière, Frankreich

Donnerstag, September 24th, 2015

Die Grande Brière, oder genauer der Marais indivis de Grande Brière Mottière, ist eine „ungeteilte“ = ausgedehnte aus Sümpfen und Lagunen bestehende Moorlandschaft im Pay de la Loire in Frankreich und gilt als der zweitgrösste Naturpark Frankreichs nach der Camargue.
Lageplan aus Openstreetmap:
La Grande Briere
Vom Ort Bréca aus kann mit sich mit einem Stocherkahn ein Stück über die Kanäle schippern lassen oder Wanderungen am Rand der Moorlandschaft unternehmen.

Es gibt derzeit ein einziges zugängliches Beobachtungsgebiet mit gut angelegten Wegen und Observatorien, nämlich die Réserve Pierre Constant im Süden vom Ort Rozé bei Saint Malo-de-Guersac aus über eine kleine Brücke zu erreichen. Die beiden anderen (Réserve du Charreau de Pendille und Réserve Des Grands Charreaux) sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Detail- und Anfahrtsplan:
Reserve Pierre Constant

Wir sahen einen Trupp munter fliegender und schnabulierender Stieglitze:
Stieglitz fliegend

Zahlreiche Graureiher waren da, hier versucht einer vergeblich, den Blick auf einen Flussregenpfeifer zu versperren:
Flussregenpfeifer hinter Graureiher

Als Höhepunkt ein Nutriajunges eilig dem Bau entgegenschwimmend.
Nutria schwimmend
Gerettet! Im Schutze des Alttieres wird alles gut.
Nutria Mutter mit Kind

Lac du Der-Chantecoq, Frankreich

Mittwoch, September 23rd, 2015

Im September waren wir 2 Tage am Lac du Der in der
Champagne. Es handelt sich um den grössten Stausee Frankreichs, künstlich angelegt als Rückhaltebecken für die Marne.

Openstreetmap
Im Westen befindet sich ein befahrbarer Damm (re abbiegen mit Queren der Strasse) mit Halte- und Ausguckmöglichkeit am Anfang und Ende.
Blick vom Damm am Anfang in das Vogelschutzgebiet (Ruhezone).
Lac du Der
Weiter auf der D13 gen Süden gibt es ein schönes grosses Observatoire am Port de Chantecoq.
Gegenüber (Kreisel) P und Beginn des Weges zu den Seen Etang des Landres et Etang du Grand Coulon,
längerer schöner Weg, derzeit nur ein Observatorium vorhanden (links am Coulon).

Ab Oktober sollen hier grössere Kranichschwärme anzutreffen sein, im Winter auch Seeadler und mehr.
D.h., wir kommen wieder!

Waldohreule in Stuttgart

Mittwoch, September 23rd, 2015

Im Stadtteil Muckensturm, Bad Cannstatt, Stuttgart, konnten wir erstmals langersehnte Beobachtungen von Waldohreulen vornehmen.
Grundlage war eine eher beiläufige Bemerkung einer Bekannten, am Kinderspielplatz sei da so was Grösseres zu sehen.
Und, in der Tat fanden wir direkt in den Bäumen die gesuchten Eulen:
Bei der Kralleninspektion:
Waldohreule, Krallenpflege
Jetzt hat sie uns entdeckt und scheint unschlüssig, ob wir (a) Beute
(b) harmlos oder (c) gefährlich sind.
Waldohreule frontal

Laut der Nachbarn seien die Eule seit etlichen Jahren hier zu Hause und würden sie mit nächtlichen Rufen „erfreuen“.

Da zeigt sie, was sie kann und hat:
Waldohreule streckt die Flügel

Zum Abschied eine kleine Gefiederschau:
Gefiederdemonstration

Bis zum nächsten Jahr!

Werra bei Creuzburg

Samstag, Juni 1st, 2013

Nicht weit von der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Thüringen bildet die Werra um den Ort Creuzburg eine Schleife und ein NSG in den Auen. Direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet gibt es mit dem Wilhelmsglückbrunn eine Übernachtungsmöglichkeit. Zwar scheint dem Hotelpersonal diese ideale Lage für Naturbeobachtungen kaum bewusst zu sein, aber es gibt neben gutem Essen auch Fahrräder zu leihen. Direkt im Röhricht können zahlreiche Rohrammern beobachtet werden
Rohrammer im Habitat
aber auch etliche Goldammern:
Goldammer
Auch ein Teichrohrsänger liess sich – leider typischerweise nur ganz kurz – mal blicken:
Teichrohrsänger
Über uns der Turmfalke
Turmfalke kreisen noch nach Beute suchend, während wir bereits eine im Visier hatten:
Dorngrasmücke Eine Dorngrasmücke furchtlos singend, des Falken nicht achtend.
Zum Schluss eine sinnvolle Verwendung von Löwenzahn:
Grünfink
Grünfinken beim Mahle.

Willkommen zu meinen Ornitho- und Naturphotographieseiten

Samstag, Juni 1st, 2013

In loser Folge möchte ich hier meine Eindrücke von interessanten Destinationen teilen, auf dass auch andere teilhaben mögen!
Schliesslich ist der neugierige Naturfan auf alle Arten von Hinweisen angewiesen…

Wörlitzer Park

Samstag, Juni 1st, 2013

Der ist einer der grössten Landschaftspark auf deutschem Boden nach Art der englischen Gärten. Er besteht aus einer Vielzahl an Inseln, Wasserwegen und diversen Brücken, ideales Naturgebiet an Flussauen angrenzend.
Als Garten- und Naturliebhaber waren wir für zwei Nächte dort und konnten bei wenig Publikumsverkehr und ordentlichem Wetter Flora und Fauna bewundern.

Frühes Aufstehen wurde wie immer belohnt mit einer nahe vorbeiziehenden Schellente schwimmend Schellente, dann aber rätselten wir lange über schrille höhnische, ja spottende Rufe über uns, bis wir den Täter im Visier hatten:
Gelbspötter singend ein gut gelaunt schmetternder Gelbspötter!
Ein Neuntöter im Morgenlicht Neuntöter auf einem Ast im Morgenlicht war da eher schon „normal“.
Nicht normal hingegen der Schwarm Rauchschwalben, der Flugübungen unmittelbar vor uns aufführte:
Rauchschwalbe im Landeanflug Rauchschwalbe, glücklich gelandet
Natürlich fielen uns auch die Gauben ins Auge, die unser Dachdecker als „Sächsische Deckung“ bezeichnet:
Gaube mit Sächsischer Deckung
Nachdem wir am ersten Morgen schon mehrere Nachtigallen hatten trällern hören, gelang es uns nach – längerem! – Suchen, sie auch zu finden:
Nachtigall singend
Zum Schloss im Park gehört natürlich auch der Pfau: Pfau herbei eilend, der zwar neugierig herbei eilte, aber die Sache mit dem Rad nicht vorführen wollte.
Vom Aussichtsturm im Park, eine echte Kletterübung, heute mit Handlauf gesichert – man möchte sich das im höfischen Schick gar nicht vorstellen – entdeckten wir unseren ersten und bislang einzigen Trauerschnäpper! Trauerschnäpper, charakterisiert durch seine zwei weissen Punkte über dem Schnabel.
Eine Zwergschneegans rundete unsere ornithologischen Eindrücke ab.
Zwergschneegans