Posts Tagged ‘Turmfalke’

Turmfalken Flugübungen

Freitag, Mai 27th, 2016

„Unser“ Mammutbaum behrbergt seit einigen Jahren einen Horst von Turmfalken.

Neulich wurden wir Zeuge, wie der Jungvogel ausflog.
Ausflug
Fliegen ging sofort gut, ein Altvogel im Wechsel hinterher. Mit den Windböen hatte der junge ziemlich zu kämpfen, schwierig war das Landen.
Landung geglückt!

Und: kaum ist der Junge ausgeflogen ….
Kopula
Und da kann nun nicht jeder mitmachen …
Bitte nicht stören!

Ensbachtal

Sonntag, Mai 1st, 2016

Zwischen Erligheim und Bönnigheim liegt das Ernsbachtal
Am Ortsausgang Erligheim kann man am Supermarkt parken und der Industriestrasse über die Felder dem Bachverlauf folgen.
Oder man hält auf dem (nicht ausgeschilderten) Wanderparkplatz und geht an den Häusern vorbei Richtung der Kleingärten und Weinberge. Läuft man weit genug, kann man zum Wildparadies Tripsdrill gelangen.
Mir gelangen hier Bilder des Wendehalses
Wendehals
Am Leichtesten zu hören , deutlich schwieriger zu entdecken. Klingt wie ein Grünspecht, aber nicht so lachend, eher keifig 😉
Er brütet im Gebiet seit einigen Jahren; einen Schwarzspecht hab ich dort auch schon dokumentieren können, ferner Mittelspecht, Turmfalken, Neuntöter oder Gartenrotschwanz. Lohnt sich.

Burg Stettenfels

Donnerstag, Juli 2nd, 2015

Unmittelbar an der Abfahrt 11 der A 81 liegt die Burg Stettenfels , hübsche Rundumsicht, wie das bei Burgen häufig so ist.
Wir hatten einmal einen wahren Aufmarsch von Spechten von den Rundgängen in den Bäumen etwa in Augenhöhe erleben dürfen und wollten bei schönen Sonnenwetter die passenden Bilder dazu nachholen.
Natürlich waren keine Spechte da.

Zum Trost geruhte der Hausherr dort, der Turmfalke, sich von recht nahe ablichten zu lassen:
Turmfalke

Turmfalke, nicht mehr an uns interessiert

Nächste Versuche im Frühjahr!

Wattenmeer ohne Spektiv

Freitag, August 2nd, 2013

Vögel beobachten am Wattenmeer, und das ohne Spektiv, geht das überhaupt? Und dann auch noch photographieren wollen. ?Da wirst Du keine grosse Freude haben?, hat man mir prophezeit.
Und in der Tat sieht man Vogelbeobachter in kleinen Trupps regelmässig mit schwerem Gerät über die Deiche ziehen: Spektiv und Stativ, zusammen gut 3 Kilo oder mehr.
Nun hat ja nicht jeder diese Gerätschaften oder mag soviel mit sich herumschleppen.
Was also kann man sehen auch ohne Spektiv, haben wir uns gefragt.
Anlässlich einer Vogelbeobachtungstour mit Birdingtours hatten wir Gelegenheit, dem nachzugehen. Im Gepäck ein gutes Fernglas sowie ein 500 mm Tele zur Bilddokumentation, beide mit 10 x optischer Vergrösserung.
Für Binnenländer ist allein schon die völlig ungewohnte Landschaft mit der diskret eingebetteten, aber im Detail beeindruckenden Wassertechnik (Deiche, Siele usw) ein Erlebnis. Hinzu kommt die Vegetation und die Ausdehnung der Naturschutzflächen in den diversen Koogen, ehemaligen Überschwemmungsgebieten.
Überhaupt ist das Spiel der Gezeiten absolut ungewohnt, spielt jedoch für die Beobachtungsmöglichkeiten eine grosse Rolle: Bei Ebbe sind die meisten Limikolen ?weit draussen?, während sie bei Flut relativ dicht landnahe zu sehen sind.
So kamen auch in überschaubarer Distanz die ersten Vögel bequem vor Auge und Linse.
Austernfischer in 6 m EntfernungSchellente 11 m Entfernung
Die für spektivtragende Ornithologen typische Verhaltensweise, oben auf dem Deich zu stehen und den Horizont zu abzuscannen, kam für uns natürlich nicht infrage, will man nicht demütig fragen, mal durch so ein Spektiv schauen zu dürfen.
Dafür hatten wir mit dem leichten Fernglas andere Vorteile, nämlich schnell und beweglich zu sein. In der Tat kommt ja kaum Jemand, auch mit dem besten Spektiv, ohne Fernglas aus.
Wer flink ist, kann jeder Bewegung nachgehen, jedem Auffliegen folgen, so dass rasch Flugbilder sowie scheue, kurz mal am Halm hochkletternde Sänger fest-gehalten werden konnten.
Schilfrohrsaenger 9 m entfernt
Teichrohrsänger 11 m entfernt
So ergab sich bald folgende Arbeitsteilung: während die Einen am Horizont Raritäten suchten, konnten die anderen langsam umherstreifen, sich anpirschen und Nähe suchen zu diversen Objekten.

Wie immer bei der Vogelbeobachtung hilft es, eine Weile still zu sitzen oder zu stehen bequem wartend, dass der eine oder andere Vogel mal vorbei käme.
Allerdings reicht das alles nicht aus, um wirklich viel sehen und ablichten zu können.
Bartmeise 9 m entfernt
Blaukehlchen 14 m entfernt
Entscheidend sind nämlich geeignete Lokalisationen, um nahe herankommen zu können.
Das muss nicht unbedingt eine Beobachtungshütte oder eine Feuchtwiese bei Flut sein, mitunter gehört auch etwas Glück dazu, um schöne Tierchen dicht vor sich zu finden. So fanden wir einen Turmfalken wenige Meter vor uns ruhig an der Deichbegrenzung auf uns wartend.
Turmfalke in 7 Metern
Vom Schiff aus kann man wunderbar fliegende Möwen oder Seeschwalben nur mit Fernglas und/oder Kamera beobachten ?

Auch die Halligen weisen relativ wenig scheue flie-gende Mitbewohner auf!
Heringsmöwe 50 Meter entfert
Als sehr lohnend erwies es sich, im Rahmen einer Wattwanderung einige 100 m in diesen besonderen Lebensraum hineinzugehen. Natürlich wegen der ausserordentlichen Flora und Fauna, aber auch, weil einige Wattvögel in relativer Nähe beobachtet werden konnten.
Sandregenpfeiffer in 27 Metern
Eine Freude für alle waren die Besuche bei Brutplätzen, teilweise direkt an öffent-lichen Wegen (Schleuse) oder unmittelbar vor einen der zahlreich besuchten Beobachtungshütten.
Fluss-Seeschwalbe mit Beute
Säbelschnäbler mit Küken
Schwarzhalstaucher 14 Meter entfernt
Aber auch das Wetter hat einen unerwartet starken Einfluss auf die Beobachtungsmöglichkeiten. Bekannt ist, dass bei heftigerem Wind Kleinvögel kaum ausfliegen; aber an fast neblig-trüben Tagen konnten wir erleben, dass etliche Limikolen sich deutlich dichter am Ufer aufhielten als sonst.

Es lohnt sich also, bei nahezu jedem Wetter loszuziehen! Kräftiger Regen blieb uns glücklicherweise erspart ?

Die Ausdehnung und vege-tative Vielfalt der Natur-schutzgebiete gestattete es auch, weitere Vögel gut sehen zu können, die nicht auf Küstenregionen be-schränkt sind wie Kuckuck oder diverse Grasmücken.
Klappergrasmücke 26 m entferntDorngrassmücke in 27 MeternKuckuck 50 Meter weg
Nicht zu unterschätzen ist auch das erforderliche Quentchen Glück:
eher zufällig hielten wir an einem kleinen Weiher, und siehe da! Ein Sterntaucher als absoluter Höhepunkt!
Sterntaucher in 27 Meter Entfernung
Alles in Allem lohnt es sich sehr wohl, das Wattenmeer und dessen Vogelwelt zu besuchen, auch wenn man kein Spektiv mitführt. Idealerweise geht man als sich ergänzendes Team: der/die Stärkere schleppt das grosse Rohr, der/die Wendigere führt das Fernglas und/oder die Kamera.
Lediglich der Seeadler konnte zwar entdeckt werden, war aber auch für die Spektive ziemlich weit entfernt.

Das nächste Mal brauchen wir allerdings eine Digiskopierausrüstung …

Werra bei Creuzburg

Samstag, Juni 1st, 2013

Nicht weit von der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Thüringen bildet die Werra um den Ort Creuzburg eine Schleife und ein NSG in den Auen. Direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet gibt es mit dem Wilhelmsglückbrunn eine Übernachtungsmöglichkeit. Zwar scheint dem Hotelpersonal diese ideale Lage für Naturbeobachtungen kaum bewusst zu sein, aber es gibt neben gutem Essen auch Fahrräder zu leihen. Direkt im Röhricht können zahlreiche Rohrammern beobachtet werden
Rohrammer im Habitat
aber auch etliche Goldammern:
Goldammer
Auch ein Teichrohrsänger liess sich – leider typischerweise nur ganz kurz – mal blicken:
Teichrohrsänger
Über uns der Turmfalke
Turmfalke kreisen noch nach Beute suchend, während wir bereits eine im Visier hatten:
Dorngrasmücke Eine Dorngrasmücke furchtlos singend, des Falken nicht achtend.
Zum Schluss eine sinnvolle Verwendung von Löwenzahn:
Grünfink
Grünfinken beim Mahle.