La Grande Brière, Frankreich

September 24th, 2015

Die Grande Brière, oder genauer der Marais indivis de Grande Brière Mottière, ist eine „ungeteilte“ = ausgedehnte aus Sümpfen und Lagunen bestehende Moorlandschaft im Pay de la Loire in Frankreich und gilt als der zweitgrösste Naturpark Frankreichs nach der Camargue.
Lageplan aus Openstreetmap:
La Grande Briere
Vom Ort Bréca aus kann mit sich mit einem Stocherkahn ein Stück über die Kanäle schippern lassen oder Wanderungen am Rand der Moorlandschaft unternehmen.

Es gibt derzeit ein einziges zugängliches Beobachtungsgebiet mit gut angelegten Wegen und Observatorien, nämlich die Réserve Pierre Constant im Süden vom Ort Rozé bei Saint Malo-de-Guersac aus über eine kleine Brücke zu erreichen. Die beiden anderen (Réserve du Charreau de Pendille und Réserve Des Grands Charreaux) sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Detail- und Anfahrtsplan:
Reserve Pierre Constant

Wir sahen einen Trupp munter fliegender und schnabulierender Stieglitze:
Stieglitz fliegend

Zahlreiche Graureiher waren da, hier versucht einer vergeblich, den Blick auf einen Flussregenpfeifer zu versperren:
Flussregenpfeifer hinter Graureiher

Als Höhepunkt ein Nutriajunges eilig dem Bau entgegenschwimmend.
Nutria schwimmend
Gerettet! Im Schutze des Alttieres wird alles gut.
Nutria Mutter mit Kind

Lac du Der-Chantecoq, Frankreich

September 23rd, 2015

Im September waren wir 2 Tage am Lac du Der in der
Champagne. Es handelt sich um den grössten Stausee Frankreichs, künstlich angelegt als Rückhaltebecken für die Marne.

Openstreetmap
Im Westen befindet sich ein befahrbarer Damm (re abbiegen mit Queren der Strasse) mit Halte- und Ausguckmöglichkeit am Anfang und Ende.
Blick vom Damm am Anfang in das Vogelschutzgebiet (Ruhezone).
Lac du Der
Weiter auf der D13 gen Süden gibt es ein schönes grosses Observatoire am Port de Chantecoq.
Gegenüber (Kreisel) P und Beginn des Weges zu den Seen Etang des Landres et Etang du Grand Coulon,
längerer schöner Weg, derzeit nur ein Observatorium vorhanden (links am Coulon).

Ab Oktober sollen hier grössere Kranichschwärme anzutreffen sein, im Winter auch Seeadler und mehr.
D.h., wir kommen wieder!

Waldohreule in Stuttgart

September 23rd, 2015

Im Stadtteil Muckensturm, Bad Cannstatt, Stuttgart, konnten wir erstmals langersehnte Beobachtungen von Waldohreulen vornehmen.
Grundlage war eine eher beiläufige Bemerkung einer Bekannten, am Kinderspielplatz sei da so was Grösseres zu sehen.
Und, in der Tat fanden wir direkt in den Bäumen die gesuchten Eulen:
Bei der Kralleninspektion:
Waldohreule, Krallenpflege
Jetzt hat sie uns entdeckt und scheint unschlüssig, ob wir (a) Beute
(b) harmlos oder (c) gefährlich sind.
Waldohreule frontal

Laut der Nachbarn seien die Eule seit etlichen Jahren hier zu Hause und würden sie mit nächtlichen Rufen „erfreuen“.

Da zeigt sie, was sie kann und hat:
Waldohreule streckt die Flügel

Zum Abschied eine kleine Gefiederschau:
Gefiederdemonstration

Bis zum nächsten Jahr!

Burg Stettenfels

Juli 2nd, 2015

Unmittelbar an der Abfahrt 11 der A 81 liegt die Burg Stettenfels , hübsche Rundumsicht, wie das bei Burgen häufig so ist.
Wir hatten einmal einen wahren Aufmarsch von Spechten von den Rundgängen in den Bäumen etwa in Augenhöhe erleben dürfen und wollten bei schönen Sonnenwetter die passenden Bilder dazu nachholen.
Natürlich waren keine Spechte da.

Zum Trost geruhte der Hausherr dort, der Turmfalke, sich von recht nahe ablichten zu lassen:
Turmfalke

Turmfalke, nicht mehr an uns interessiert

Nächste Versuche im Frühjahr!

Federsee Juli

Juli 2nd, 2015

Der Federsee ist im Juli vergleichsweise ruhig, da zu dieser Jahreszeit sich dort nur wenige Vögel aufhalten. Trotzdem waren wir auf der Durchreise an einem brütend heissen Tag einige Stunden am späten Vormittag dort. Da sonst kaum Besucher vor Ort waren, genossen wir einen herrlichen gemütlichen Tag und erfreuten uns an dem kühlenden Wind unter der Aussichtsplattform sowie den diversen Aktivitäten am, auf und über dem Wasser.

Die Höckerschwäne hatten schon grössere Jungen:
Höckerschwan, Jungtier

Eine Blässhuhnfamilie hatte bereits drei geschlüpfte Küken, die vorwitzig unter der hudernden Mutter hervorlugten:
Blässhuhn Küken

Zwei Eier waren noch nicht geschlüpft. Die Küken wurden einer intensiven „Feder“ Pflege unterzogen und aktiv daran gehindert, aus dem Nest zu fallen/schlüpfen:Blässhuhn Küken

Den im Vergleich zu den omnipräsenten Lachmöwen razileren und anmutiger fliegenden Fluss-Seeschwalben bei der Jagd zuzuschauen, war unterhaltsam, spannend auch die Versuche, wenigstens ein brauchbares Bild einer Attacke zu ergattern:
Fluss-Seeschwalbe, zur Attacke ansetzend
Aufnahme 500 mm, 1/500 stel, Blende f11, 320 ISO
Nicht selten waren zwei oder drei Vögel gleichzeitig in der Luft, eng beieinander fliegend:
Fluss-Seeschwalbe, Formationsflug

Unglaublich, wie schnell diese Jäger nicht nur von der Oberfläche Libellen und anderes wegfangen können, sondern wie sie blitzartig ins Wasser rein und sofort – Flügel bleiben trocken – wieder in der Luft sind:
Fluss-Seeschwalbe mit Beute

Der Höhepunkt des Tages war die Beuteübergabe einer Libelle an das von Nest herbeieilende Weibchen durch einen Teichrohrsänger:
Das Männchen präsentiert die Beute, das Weibchen eilt hinzu
Teichrohrsänger präsentiert seine Beute, das Weibchen kommt
und dann die Übergabe
Teichrohrsänger übergibt Libelle als Beute dem Weibchen

Ein gelungener Ausflug! Wir kommen sicher wieder.

Schreibgeschwindigkeit D7000 SD-Karte

Oktober 18th, 2014

Es gibt Situationen, wie z.B. den fischfangenden Fischadler, in denen man möglichst viele Bilder so schnell und so lange als möglich anfertigen möchte.Fischadler mit Beute

Die Nikon D7000 macht 6 Bilder/s im RAW-Format bei hinreichend kurzer Belichtungszeit, versteht sich. Üblicherweise ist nach 10 Bildern Schluss, dann geht erst mal eine Weile, genauer die nächsten 2,5 Sekunden, nichts, weil aus dem vollen Cache auf die Karte geschrieben werden muss.
Diese Situation wird in nachstehender Testabbildung verdeutlicht: 3. Zeile von oben mit den standardmässig eingestellten 14 Bit Farbtiefe für RAW an einer 30 MB/s schnellen SD-Karte.
Schreibtest
Greift man zu einer mit 80 MB/s schnelleren Karte (4. Zeile von oben), gewinnt man zuätzliche 2 Bilder jeweils in den nächsten 1,5 Sekunden.
Genügen einem die 4096 Abstufungen pro Farbe in 12 Bit RAW, so kann man zunächst mal 1 Bild länger schnelle Serie (CH-Modus) schiessen: 1. Zeile von oben.
An der schnelleren Karte kommt man immerhin auf 14 Bilder in 3 Sekunden!
Im Bedarfsfall wäre mit dieser Karte im JPG-Format eine Serie von 40 Bildern möglich, aber die Nachteile, nicht im Rohdatenformat zu photographieren, sind doch erheblich.
Fazit: Zumindest im Reservefach der D7000 sollte eine schnelle Karte stecken, um mehr Bilder in einer schnellen Serie zur Verfügung zu haben.

Helme bei Martinsrieth

Juli 26th, 2014

Keine 10 km südlich der Stadt Sangerhausen mit dem bekannten „Europa-Rosarium“ befindet sich seit 2003 ein Naturschutzgebiet namens „Helme bei Martinsrieth“.

Von Sangerhausen kommend überquert die Strasse unmittelbar mit dem Ortschild das Flüsschen Helme, rechterhand gibt es einen Parkplatz sowie Rast- und Picknickmöglichkeiten.

Helme bei Martinsrieth

Das Flüsschen durchfliesst die sogenannte „Goldene Aue“, wobei lediglich ein schmaler Uferstreifen geschützt ist. Vom Ortseingang her nach rechts führt ein Strässchen am dicht bewachsenen Ufer entlang ohne Möglichkeit, bequem ans Wasser zu gelangen. Überquert man jedoch die Landstrasse nach links, geht ein breiter Grünweg am Wasser entlang, von dem aus Baden und Fischen möglich sind.

Helme bei Martinsrieth

Hier ergeben sich schöne Naturerlebnisse und Beobachtungsmöglichkeiten in den Bäumen, Gebüschen, Hecken und Kopfweiden je nach Tages- und Jahreszeit.
Raubwürger, Eisvögel, Beutemeisen sollen hier zu finden sein.
Helme bei Martinsrieth

Hofgut Tachenhausen

Juni 3rd, 2014

Der Lehr- und Versuchsgarten Tachenhausen Hofgut Tachenhausen ist öffentlich zugängig und enthält neben einem grosszügig angelegtem Garten mit Pflanzbeispielen an unterschiedlichsten Standorten auch einen historischen Pfingstrosengarten mit Pflanzungen ab 1824!
Tachenhausen Garten

Aber natürlich die Pfingstrosen:
Pfingstrosen

Es hat allerdings noch vieel mehr zu sehen. z.B. Lilien
Schwertlilie

Das Ganze garniert mit diversen eifrig fliegenden, singenden, futternden Vögeln wie dieser Stieglitz
Stieglitz auf Distel

oder zum Abschluss diese Goldammer mit jubilierendem Gesang:
Goldammer

Auf alle Fälle eine kleine Reise wert!

Max-Eyth-See im Winter

Dezember 18th, 2013

Der Max-Eyth-See ist der grösste Erholungssee in Stuttgart, Habitat für eine Kormorankolonie und zahlreiche weitere Wasservögel.
Mitte Dezember war Traumwetter: um Null Grad, klare Sicht, warmer Sonnenschein. Also, nichts wie hin mit Kamera & Spektiv!
Leider: zugefroren. Zwar nur dünne Eisschicht, aber trotzdem. Kein, in Worten: kein Wasservogel.

Doch zum Trost geruhte ein Graureiher, bissle Eislaufen zu üben:
Graureiher beim Eislauf
Ausfallschritt

Doch, allein tanzt es sich nicht wirklich gut.
Daher: in die Brust werfen, zeigen wie prächtig man ist:
Bin ich nicht prächtig?
Und auf zur Partnerin! Höflich fragen ist doch erlaubt
Darf ich''s wagen, ein Tänzlein anzutragen?
Doch die Angebetete wollte offenbar nicht.
Verschmäht

Dann halt nicht.

Für Naturbeobachtung braucht es Zeit, Geduld und Glück. Und letzteres hatte ich wirklich:
in nur wenigen Metern Entfernung präsentierte sich wie auf dem Laufsteg ein Eisvogel und ward nicht müde, die verschiedensten Posen und Positionen zu zeigen:
Eisvogel auf AnsitzNäher undnoch näher kommt er

Da fehlen die Worte!

Moos – Hafenanleger

November 6th, 2013

Ein optimaler Beobachtungsort auf der Höri am Bodensee, insbesondre nachmittags, wenn die Sonne günstig steht.
Trotz oder gerade wegen der regelmässig vorhandenen Menschen sind die Wasservögel relativ nahe vor die Linse zu bekommen.
Dieses Jahr hatte es zahlreiche Gänsesäger als Wintergäste aus Nordeuropa:
Männchen mit schwarzen, allenfalls angedeutet grünlichem Kopf
Männchen Gänsesäger
Weibchen dazu, immer in grösseren Gruppen zusammen, selten zum Putzen mal vereinzelt anzutreffen
Weibchen- ruhend
Mal die Flügel ausgeschüttelt

Ein besonderer Höhepunkt war ein Pärchen Zwergtaucher, kleinste Taucherart bei uns. Nicht leicht zu finden, weil unmittelbar im Schilf versteckt und nur kurz mal etwas herauskommend.
Zwergtaucher am Schilfrand
Jetzt traut er sich doch mal etwas heraus

In beiden Fällen leistete das Spektiv hervorragende Dienste, dank des Photoadapters wurden doch brauchbare Bilder möglich 🙂