Max-Eyth-See im Winter

Dezember 18th, 2013

Der Max-Eyth-See ist der grösste Erholungssee in Stuttgart, Habitat für eine Kormorankolonie und zahlreiche weitere Wasservögel.
Mitte Dezember war Traumwetter: um Null Grad, klare Sicht, warmer Sonnenschein. Also, nichts wie hin mit Kamera & Spektiv!
Leider: zugefroren. Zwar nur dünne Eisschicht, aber trotzdem. Kein, in Worten: kein Wasservogel.

Doch zum Trost geruhte ein Graureiher, bissle Eislaufen zu üben:
Graureiher beim Eislauf
Ausfallschritt

Doch, allein tanzt es sich nicht wirklich gut.
Daher: in die Brust werfen, zeigen wie prächtig man ist:
Bin ich nicht prächtig?
Und auf zur Partnerin! Höflich fragen ist doch erlaubt
Darf ich''s wagen, ein Tänzlein anzutragen?
Doch die Angebetete wollte offenbar nicht.
Verschmäht

Dann halt nicht.

Für Naturbeobachtung braucht es Zeit, Geduld und Glück. Und letzteres hatte ich wirklich:
in nur wenigen Metern Entfernung präsentierte sich wie auf dem Laufsteg ein Eisvogel und ward nicht müde, die verschiedensten Posen und Positionen zu zeigen:
Eisvogel auf AnsitzNäher undnoch näher kommt er

Da fehlen die Worte!

Moos – Hafenanleger

November 6th, 2013

Ein optimaler Beobachtungsort auf der Höri am Bodensee, insbesondre nachmittags, wenn die Sonne günstig steht.
Trotz oder gerade wegen der regelmässig vorhandenen Menschen sind die Wasservögel relativ nahe vor die Linse zu bekommen.
Dieses Jahr hatte es zahlreiche Gänsesäger als Wintergäste aus Nordeuropa:
Männchen mit schwarzen, allenfalls angedeutet grünlichem Kopf
Männchen Gänsesäger
Weibchen dazu, immer in grösseren Gruppen zusammen, selten zum Putzen mal vereinzelt anzutreffen
Weibchen- ruhend
Mal die Flügel ausgeschüttelt

Ein besonderer Höhepunkt war ein Pärchen Zwergtaucher, kleinste Taucherart bei uns. Nicht leicht zu finden, weil unmittelbar im Schilf versteckt und nur kurz mal etwas herauskommend.
Zwergtaucher am Schilfrand
Jetzt traut er sich doch mal etwas heraus

In beiden Fällen leistete das Spektiv hervorragende Dienste, dank des Photoadapters wurden doch brauchbare Bilder möglich 🙂

Parc des Ecrins

Oktober 23rd, 2013

In den Hautes Alpes in Frankreich noch vor der Provence gibt es eine spannende, schroffe und zerklüftete Gebirgslandschaft mit eindrucksvoller Kulisse und Natur.
Erste Station war La Grave mit Gelegenheit, per Seilbahn hoch hinaus in die Alpen zu gelangen.
La Grave
Es gab wenig Vögel, dafür reichlich Schmetterlinge:
grosses_ochsenauge_schmetterling_dsc3497_kl das häufig anzutreffende Grosse Ochsenauge, aber auch einen für uns neuen Schmetterling, den Weissdolchbläuling:
Weissdolchbläuling
sowie mehrere schöne Schachbrettfalter:
Schachbrettfalter
Brauner Feuerfalter kam hinzu:
Brauner Feuerfalter
Dukatenfalter, Grosser Permuttfalter und mehr flogen umher.

Am Lac de la Douche hatten wir das Glück, eine Wasseramsel inmitten von Hausrotschwänzen zu erspähen.
Lac de la Douche
Wasseramsel
Unglaublich, wie die getarnt sind, in den flechtenbewachsenen Felsen ohne Vergrösserungsglas kaum zu entdecken!

Fernsteuerung meiner D7000

August 13th, 2013

Eine neue Entdeckung, ein neues Spielzeug!

Angeblich soll es möglich sein, diese Nikon vom Rechner aus zu steuern, entdeckt bei Beschäftigung mit dem Programm darktable.

Und es geht tatsächlich!
Voraussetzungen:
* gphoto2 ist installiert
* Kamera wird angesteckt mit nur 1 Speicherkarte in den beiden Schächten
* Kamera wird entfernt „aushängen“
* Kamera kann fokussieren oder steht auf „manuell“
Folgender Befehl „gphoto2 –port usb: –capture-image-and-download“ macht ein Bild und speichert es auf dem Rechner. Das Initialisieren dauert etwa 2 min.
Serienbilder gehen mit „gphoto2 –capture-image –interval 2 –frames 10“ (10 Bilder im Abstand von 2 sek).

Mal sehen, was sich damit alles anstellen lässt!

Wattenmeer ohne Spektiv

August 2nd, 2013

Vögel beobachten am Wattenmeer, und das ohne Spektiv, geht das überhaupt? Und dann auch noch photographieren wollen. ?Da wirst Du keine grosse Freude haben?, hat man mir prophezeit.
Und in der Tat sieht man Vogelbeobachter in kleinen Trupps regelmässig mit schwerem Gerät über die Deiche ziehen: Spektiv und Stativ, zusammen gut 3 Kilo oder mehr.
Nun hat ja nicht jeder diese Gerätschaften oder mag soviel mit sich herumschleppen.
Was also kann man sehen auch ohne Spektiv, haben wir uns gefragt.
Anlässlich einer Vogelbeobachtungstour mit Birdingtours hatten wir Gelegenheit, dem nachzugehen. Im Gepäck ein gutes Fernglas sowie ein 500 mm Tele zur Bilddokumentation, beide mit 10 x optischer Vergrösserung.
Für Binnenländer ist allein schon die völlig ungewohnte Landschaft mit der diskret eingebetteten, aber im Detail beeindruckenden Wassertechnik (Deiche, Siele usw) ein Erlebnis. Hinzu kommt die Vegetation und die Ausdehnung der Naturschutzflächen in den diversen Koogen, ehemaligen Überschwemmungsgebieten.
Überhaupt ist das Spiel der Gezeiten absolut ungewohnt, spielt jedoch für die Beobachtungsmöglichkeiten eine grosse Rolle: Bei Ebbe sind die meisten Limikolen ?weit draussen?, während sie bei Flut relativ dicht landnahe zu sehen sind.
So kamen auch in überschaubarer Distanz die ersten Vögel bequem vor Auge und Linse.
Austernfischer in 6 m EntfernungSchellente 11 m Entfernung
Die für spektivtragende Ornithologen typische Verhaltensweise, oben auf dem Deich zu stehen und den Horizont zu abzuscannen, kam für uns natürlich nicht infrage, will man nicht demütig fragen, mal durch so ein Spektiv schauen zu dürfen.
Dafür hatten wir mit dem leichten Fernglas andere Vorteile, nämlich schnell und beweglich zu sein. In der Tat kommt ja kaum Jemand, auch mit dem besten Spektiv, ohne Fernglas aus.
Wer flink ist, kann jeder Bewegung nachgehen, jedem Auffliegen folgen, so dass rasch Flugbilder sowie scheue, kurz mal am Halm hochkletternde Sänger fest-gehalten werden konnten.
Schilfrohrsaenger 9 m entfernt
Teichrohrsänger 11 m entfernt
So ergab sich bald folgende Arbeitsteilung: während die Einen am Horizont Raritäten suchten, konnten die anderen langsam umherstreifen, sich anpirschen und Nähe suchen zu diversen Objekten.

Wie immer bei der Vogelbeobachtung hilft es, eine Weile still zu sitzen oder zu stehen bequem wartend, dass der eine oder andere Vogel mal vorbei käme.
Allerdings reicht das alles nicht aus, um wirklich viel sehen und ablichten zu können.
Bartmeise 9 m entfernt
Blaukehlchen 14 m entfernt
Entscheidend sind nämlich geeignete Lokalisationen, um nahe herankommen zu können.
Das muss nicht unbedingt eine Beobachtungshütte oder eine Feuchtwiese bei Flut sein, mitunter gehört auch etwas Glück dazu, um schöne Tierchen dicht vor sich zu finden. So fanden wir einen Turmfalken wenige Meter vor uns ruhig an der Deichbegrenzung auf uns wartend.
Turmfalke in 7 Metern
Vom Schiff aus kann man wunderbar fliegende Möwen oder Seeschwalben nur mit Fernglas und/oder Kamera beobachten ?

Auch die Halligen weisen relativ wenig scheue flie-gende Mitbewohner auf!
Heringsmöwe 50 Meter entfert
Als sehr lohnend erwies es sich, im Rahmen einer Wattwanderung einige 100 m in diesen besonderen Lebensraum hineinzugehen. Natürlich wegen der ausserordentlichen Flora und Fauna, aber auch, weil einige Wattvögel in relativer Nähe beobachtet werden konnten.
Sandregenpfeiffer in 27 Metern
Eine Freude für alle waren die Besuche bei Brutplätzen, teilweise direkt an öffent-lichen Wegen (Schleuse) oder unmittelbar vor einen der zahlreich besuchten Beobachtungshütten.
Fluss-Seeschwalbe mit Beute
Säbelschnäbler mit Küken
Schwarzhalstaucher 14 Meter entfernt
Aber auch das Wetter hat einen unerwartet starken Einfluss auf die Beobachtungsmöglichkeiten. Bekannt ist, dass bei heftigerem Wind Kleinvögel kaum ausfliegen; aber an fast neblig-trüben Tagen konnten wir erleben, dass etliche Limikolen sich deutlich dichter am Ufer aufhielten als sonst.

Es lohnt sich also, bei nahezu jedem Wetter loszuziehen! Kräftiger Regen blieb uns glücklicherweise erspart ?

Die Ausdehnung und vege-tative Vielfalt der Natur-schutzgebiete gestattete es auch, weitere Vögel gut sehen zu können, die nicht auf Küstenregionen be-schränkt sind wie Kuckuck oder diverse Grasmücken.
Klappergrasmücke 26 m entferntDorngrassmücke in 27 MeternKuckuck 50 Meter weg
Nicht zu unterschätzen ist auch das erforderliche Quentchen Glück:
eher zufällig hielten wir an einem kleinen Weiher, und siehe da! Ein Sterntaucher als absoluter Höhepunkt!
Sterntaucher in 27 Meter Entfernung
Alles in Allem lohnt es sich sehr wohl, das Wattenmeer und dessen Vogelwelt zu besuchen, auch wenn man kein Spektiv mitführt. Idealerweise geht man als sich ergänzendes Team: der/die Stärkere schleppt das grosse Rohr, der/die Wendigere führt das Fernglas und/oder die Kamera.
Lediglich der Seeadler konnte zwar entdeckt werden, war aber auch für die Spektive ziemlich weit entfernt.

Das nächste Mal brauchen wir allerdings eine Digiskopierausrüstung …

Meine Videos

Juli 19th, 2013

Hochgeladen bei InternationalBirdCollection

Buntspecht, Junges fütternd

Grünspecht auf Futtersuche

Rotschenkel, copula

Ashy Woodswallow

Stelzenläufer in Salzlagune

Gartenbaumläufer auf Mauer suchend

Goldbrustbülbül

Dschungelkauz

Graukopfschnäpper

Photoausrüstung

Juni 2nd, 2013

* Nikon D7000
* Sigma 50-500 OS
* Manfrotto HDV 701 Videoneiger
* Manfrotto 190 XPROB
* Manfrotto 055 XPROB
* Hähnel Combi TF Funkfernbedienung
* Nikon Speedlight SB 700
* Flash Extender „Better beamer“

Costa Rica

Juni 1st, 2013

Februar/März 2013 mit birdingtours auf deren Seiten
oder auf Cloudbirders

Werra bei Creuzburg

Juni 1st, 2013

Nicht weit von der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Thüringen bildet die Werra um den Ort Creuzburg eine Schleife und ein NSG in den Auen. Direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet gibt es mit dem Wilhelmsglückbrunn eine Übernachtungsmöglichkeit. Zwar scheint dem Hotelpersonal diese ideale Lage für Naturbeobachtungen kaum bewusst zu sein, aber es gibt neben gutem Essen auch Fahrräder zu leihen. Direkt im Röhricht können zahlreiche Rohrammern beobachtet werden
Rohrammer im Habitat
aber auch etliche Goldammern:
Goldammer
Auch ein Teichrohrsänger liess sich – leider typischerweise nur ganz kurz – mal blicken:
Teichrohrsänger
Über uns der Turmfalke
Turmfalke kreisen noch nach Beute suchend, während wir bereits eine im Visier hatten:
Dorngrasmücke Eine Dorngrasmücke furchtlos singend, des Falken nicht achtend.
Zum Schluss eine sinnvolle Verwendung von Löwenzahn:
Grünfink
Grünfinken beim Mahle.

Willkommen zu meinen Ornitho- und Naturphotographieseiten

Juni 1st, 2013

In loser Folge möchte ich hier meine Eindrücke von interessanten Destinationen teilen, auf dass auch andere teilhaben mögen!
Schliesslich ist der neugierige Naturfan auf alle Arten von Hinweisen angewiesen…